Wie geht es dir mit Veränderungen im Bereich Nachhaltigkeit?

Gerade in der letzten Zeit hatte ich wieder verstärkt das Bedürfnis, mehr verändern zu wollen. Zugunsten eines nachhaltigeren Lebensstiles. Um zum Erhalt von Gottes grandioser Schöpfung mehr beizutragen. Gepaart war dieses Bedürfnis oft mit dem Gedanken: Tu ich denn überhaupt genug punkto Nachhaltigkeit?

Auf diese Frage kann ich mit einem ehrlichen „Nein“ antworten. Nach weiterem „in mich Hineinhorchen“ ist mir aufgefallen: Ich fühle mich schlecht, wenn ich darüber nachdenke.

Schlecht, weil ich schon viel mehr verändern hätte können. Schlecht, weil mein Fokus durch schwierige Lebensumstände mehr als nur einmal vom Thema Nachhaltigkeit abgedriftet ist. Schlecht, weil mir auch mal die Motivation fehlt etwas dafür zu tun, zu verändern oder schlichtweg den Mund aufzumachen. Schlecht, weil ich mich mehr damit auseinandersetzen und mehr Wissen sammeln hätte können. Oder weil ich mich durch anstehende Veränderungen gestresst fühle.

 

Das sollte nicht so bleiben! Was musste ich also tun?

Meine Herangehensweise ändern!

Dazu habe ich mir folgende Fragen gestellt:

1.       Was habe ich bereits geändert?

2.       Wie geht es mir mittlerweile mit diesen Veränderungen?

3.       Was möchte ich noch verändern?

4.       Welche Veränderungen sind momentan tatsächlich möglich?

5.       Wie kann ich besser am Verändern dranbleiben?

 

Was mir dabei aufgefallen ist:

Viele getätigte Veränderungen in Bezug auf Nachhaltigkeit nehme ich gar nicht mehr wahr. Sie sind „normal“ geworden. Was natürlich gut ist. Aufgefallen ist mir auch, dass ich in vielen Bereichen eindeutig Veränderungsbedarf erkenne, und aktiv werden will. Aber realistisch betrachtet, sind meine Ressourcen knapp. Ich kann momentan also nur bestimmte Bereiche verändern. Das passt der Stimme in meinem Kopf überhaupt nicht, die „Alles auf einmal und möglichst bald“ verändern will.

Aber Gott fordert keinen Perfektionismus von uns!

Wir müssen uns nicht damit wahnsinnig machen, dass wir nicht ALLES, SOFORT und PERFEKT verändern können. Dass uns Fehler passieren. Es manches Mal mehrere Anläufe braucht, um mit neuen Herangehensweisen oder Produkten klarzukommen. Dass Veränderung Zeit braucht. Fehlende Unterstützung aus unserem Umfeld manche Veränderungen verkomplizieren und zu manchen Alternativen kein Zugang besteht. Das Geld für Investitionen fehlt. Oder schlichtweg die eigene Motivation auf Urlaub ist.

 

Nicht falsch verstehen! Wir sollen keine Ausreden suchen oder weggucken. Gott selbst sieht auch nicht weg, wenn es Probleme gibt. Ja, er ist geduldig. Unser Umgang mit seinen Geschenken, mit seiner Schöpfung ist ihm aber nicht egal. Auch WIR sollen bei Problemen nicht wegschauen, sondern sollen sie erkennen und gezielt dagegen vorgehen. Wir sollen und dürfen Mut haben, zu Verändern. Dürfen Freude an der Schöpfung haben. Und aus dieser Freude heraus und aus Dankbarkeit uns für ihren Erhalt einsetzen.

Also: Bebauet und bewahret! (1.Mose 2.15)

Sei ermutigt! Veränderung braucht Zeit. Du brauchst punkto Nachhaltigkeit nicht perfekt zu sein, dich stressen oder alles auf einmal verändern. Nimm dir Zeit. Überlege dir was du verändern möchtest, und sortiere aus, was du davon in der nächsten Zeit tatsächlich verändern kannst und willst. Bete drüber. Und vergiss nicht: Jeder noch so kleine Schritt Richtung Nachhaltigkeit ist wertvoll!

Lass uns dranbleiben und weiter verändern!

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